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Traumgeschichten

Zwanzig, die Nummer seiner eigens gebauten Zelle und seines Alters.
Zufall. Los rennen bringt nur nichts, wenn man kein Ziel vor Augen hat, das weiß er genau. Damals war das anders, erinnert er sich, etwas farbiger und schöner, die Schaukel trug ihr rot als wäre nichts dabei. Heute trägt sie trauer-grau.
Kompliziert; zu viele Teile, Puzzlestücke der Vergangenheit. Kompliziert auch, weil er es gerne wieder so hätte, also beschloss er, einfach los zu gehen, erstmal.

Der Mond stand so hoch, und als der Regen seine kleinen Tropfen auf die Erde fallen lies, stand er in Mitten dieser Ereignisse und fühlte: nichts.
Denn als alles anfing, grellte ihm noch so warm die Sonne, ausgebrannt stand er wieder, etwas weiter, auf der Kreuzung der Welt und schaute hinab. "Seltsam", dachte er sich still, fast wie benommen, trotzte dem inneren Wissen über seine Situation.

Dem Wissen darüber, dass er sich, so sehr es auch einfach wie wünschenswert wäre, nicht ändern ließe, zumindest nicht so. Der Beschluss, in das Becken zu springen, kam ihm im Traum. Es war ein bunter, fast goldener Traum, oder vielleicht Diamand farbend, so imponierend, dass er kaum merkte, wie kalt das Wasser war, in dass er so freudvoll sprang, k o p f ü b e r aus seiner Natur heraus.
"Also, fragte er sich, während er schwamm, "macht es Sinn?"

Und kam am Ufer an, wo all seine Kleidung wartend und bettelnd bereit lag. Fast wie in Trance sprang er hinein, auf seinem Hemd waren Sonnenblumen.
Skurriler Weise fand er sich innerlich jedoch in einer kahlen Landschaft wieder, und die Krater formten ein trauerndes Gesicht, dass einer armen Katze glich.
In der Träne, in der er schwamm, war es doch so schön warm, wenn auch der salzige Geschmack störte. Als er in den Krater sprang, tiefer als er selbst und alles andere überhaupt, lies er los und schloss sich in die warme, aber unheimliche Decke der Dunkelheit ein, in voller Gewissheit darüber, niemals unten anzukommen.

Als er aufschlug, war weiches Gras um ihn herum, und einmal dachte er, er wäre im Paradies, wäre da nicht dieses große Waldstück.
Es war unheimlich, dem einer Hexengeschichte gleich, jedoch wesentlich realer und größer, fast wie ein echter Wald. Komplett gezeichnet von der weiten Reise, durchstreifte er den dichten Wald, die Tannen machten ihm Sorgen denn sie schauten ihn so sorgenvoll an, als wäre er Krank und sie hätten Interesse daran.
Dabei heuchelten sie nur. Doch als er endlich ankam, hinaus auf die weite Wiese, da schoss ihm der Gedanke von Freiheit durch den Kopf, das Gehirn begann sich zu regen wie aus tiefem Schlaf erwacht, und plötzlich stand er da und als die Sonne ihm grellte, sagte er sich:
"Wäre es nicht so ein dummer Spruch, würde er jetzt perfekt passen, in diese Situation; "Der Weg ist das Ziel."
...

1.1.09 22:33
 


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