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Statement zu dem Text "Faschismus, keine Ahnung..."

Die zu Beginn aufgestellte These das hierarchische Strukturen, in Kleingruppen, im Faschismus wurzeln (Zeile 17 ff.) wird in dem folgenden Text leider nicht weiter begründet.

Dennoch ist dieser Gedanke Kritik würdig. Denn nach einer allgemeinen Definition der Faschismus Theorie müssen zwei Dinge gegeben sein. Zum ersten beinhaltet Faschismus eine Ideologie, wo diese in einer „Kleingruppe“ im Allgemeinen gegeben ist wird nicht klar und zum anderen erfordert Faschismus eine allgemeine Intoleranz gegenüber anderen Strukturen. Auch dies ist in einer Kleingruppe nur eine Option die gegeben sein kann aber nicht zwangsläufig erforderlich ist.


Das Sexismus und Diskriminierung ein Symptom des Faschismus sind (Zeile 19 ff.) beinhaltet die Aussage das folglich jeder Kulturkreis und jede Gesellschaft die sexistische oder diskriminierende Inhalte hat Faschistisch ist. Die Ergänzung zu dieser Aussage (Zeile 73-90) dass „Das Patriarchat an sich ist in der sozialen Norm der bürgerlichen Gesellschaft so verwachsen, so normal, dass auch wir es andauernd zu spüren bekommen / es teilweise übernehmen.„ würde folglich die These aufstellen das „wir“ ebenso Faschistisch sind. Sicherlich ist die Aussage das patriarchalische Strukturen tief in der Gesellschaft wurzeln und das wir diese teilweise übernehmen richtig. Auch das Fazit das es wichtig ist diese Dinge nicht zu Akzeptieren und das es sich um einen Entschluss zur Freiheit handelt ist schlüssig. Diskriminierung und Sexismus können ein Symptom vom Faschismus sein doch das dies zwangsläufig der Fall ist, ist Fragwürdig.


Dass das Suchen von Opfern und Feinden ist eine Grundkomponente für ein Zusammen sein (Zeile 21 ff.) ist wird in Zeile 97 bis 102 damit begründet das ein Feind mehr Zusammenhalt bringt als gemeinsamer Freund.

Zusammenhalt ist erstens nicht zwangsläufig Erforderlich für ein Zusammensein und zweitens die Formulierung Grundkomponente bedeutet das ein Zusammensein ohne Opfer und Feinde nicht möglich ist.

Auch wenn das Suchen von Opfern und Feinden keine Grundkomponente für das Zusammensein ist, ist es dennoch so das dies in Gruppen oft vorkommt. Der Lösungsansatz dass das Problem nicht zu personifizieren ist und das Interaktion und Vertrauen an Stelle von Feindschaft gesetzt werden soll (Zeile 102-109) da die Denunziation von Feinden intolerant ist und das reflektiert mit dem Thema umgegangen werden muss klingt in der Theorie gut leider liegt jedoch kein Vorschlag für die Praxis vor. Feindschaft innerhalb einer Gruppe erfolgt in der Regel über subjektive Empfindungen und mit diesen reflektiert umzugehen ist in der Theorie wesentlich leichter als in der Praxis.

Im Bezug auf die Opfer Rolle ist die Feststellung das diese über einen persönlichen Angriff entsteht bei dem der Stolz des „Opfers“ betroffen wird (Zeile 114 – 125) interessant das jedoch wie in Zeile 126 bis Zeile 131 beschrieben es mit Propaganda möglich ist Menschen in diese Opfer Rolle zu drängen und das dies verhindert werden muss ist selbstverständlich.


Die zweite These dass das Gruppenphänomen der Führungsperson ein Teil vom Faschismus ist (Zeile 24 ff.) wird in den folgenden Zeilen (bis Zeile 52) weiter ausgeführt. Zunächst einmal wird die Feststellung getroffen das über die Fixierung auf eine Person, der in Form von Zuhören, Respekt gezollt wird, die Führungsperson erkennbar ist. Weiterhin wird die Kritik an diesem Konsumverhalten und die damit verbundene blinde Zustimmung und pragmatisch bedingt blinder Aktionismus geäußert.

Zunächst einmal ist eine Führungsperson nicht zwangsläufig ein Produkt vom Faschismus sondern entsteht durch eine Gruppen Dynamik. Eine Führungsperson muss weder an eine Ideologie gebunden sein noch ist es zwangsläufig notwendig das diese nicht auch in Kritik geraten kann. Die Ausführung dieser These erklärt allerdings Kritikpunkte, die zweifelsfrei auch unabhängig von der Frage ob eine Führungsperson an den Faschismus gebunden ist, durchaus gerechtfertigt sind.

In einer weiteren Ausführung Zeile (58 – 72) dieser These wird aufgelistet welche Rollen die Führungsperson übernimmt. Zuerst wird festgehalten das sich eine Führungsperson über soziale Normen bildet. Umso mehr dieser Normen erfüllt werden um so höher der Rang. Weiter ist die Position der Führungsperson erstrebenswert da sie unentbehrlich wird und einen festen Platz in der Gruppe hat. Die Führungsperson übernimmt Kontrolle und wie in Zeile 78 beschrieben wird folglich auch Macht.

Das diese Kontrolle über Verantwortung erfolgt wird in Zeile 72 weiter ausgeführt. Menschen geben Verantwortung ab da nicht jeder über die gleichen Informationen und das gleiche „Know-How“ verfügt. Als gegen Vorschlag wird die Verteilung der Arbeitsgebiete, den Stärken und Schwächen der Menschen angepasst, vorgeschlagen. ( Zeile 111 - 119)

Eine weitere These ist das eine Gruppe immer mehrere Führungspersonen hat. Dies wird allerdings bewusst nicht weiter Begründet und ist Objektiv betrachtet auch schlüssig.

Die letzte These die Aufgestellt wird (Zeile 158 - 184) ist das die Grundbedingungen vom Faschismus mit Reflektiertem Denken bekämpft werden müssen da Faschismus immer reaktionär ist und dies nicht zu Freiheit und Lebensqualität passt.

Dies ist als in den Raum gestellte These schlüssig jedoch im Bezug auf die vorangegangenen Thesen bleibt die Kritik der Wortwahl. Faschismus ist nicht der passende Begriff.

Als Ende des Textes wir die Notwendigkeit genannt Gruppenkonstellationen gemeinsam zu besprechen.


Im Allgemeinen ist klar das viele angesprochene Kritikpunkte ihre vollste Legitimation haben jedoch die Verwendung des Begriffs Faschismus sowie fehlende Lösungsansätze lassen einzeln benannte Fragen offen.

5.12.08 21:43
 


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