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"Faschismus, keine Ahnung..."

Keine Frage; Faschismus an sich, also der Begriff zumindest, ist den meisten Bürgern in diesem Land bekannt. Sie kennen es aus der Schule, eventuell aus einigen Linken Debatten und mit etwas Glück [?] haben sie sich auch mal selbst damit auseinander gesetzt. Doch komplett aufgelöst ist dieses Schlagwort noch lange nicht...

Was Faschismus für eine soziale Gruppenkonstellation bedeutet

Faschismus hat viele Facetten. Die erste, die ich davon hier anspreche, sollte Mensch definitiv aus sozialen Gesichtspunkten betrachten. Sie umfasst die Theorie, dass aus dem Faschismus heraus die Hierachie an sich in einer Kleingruppe entsteht, dass Sexismus / Diskreminierung ein Symptom des Faschismus ist und dass die Suche nach Opfern und Feinden eine Grundkomponente für ein Zusammensein ist.

Das Gruppenphänomen der "Führungsperson" oder auch "Alpha-Männchen/Weibchen" ist ein Teil davon:
Spricht ein Individuum in der Gruppe, welches diesem Status zugerechnet werden kann bzw. die Kriterien dafür erfüllt,
merkt Mensch direkt 3 Dinge:
1. Die Gruppe hört aufmerksam zu / sieht aufmerksam zu und versucht direkt, durch Konzentration eine Art Geschenk an den SprecherInn zu bringen bzw. ihm genügend Respekt zu zollen, auf dass er/sie bitte nicht aufhöre, seine vermeidliche Weisheit / Überlegenheit (Situationsabhängig) zu Teilen.
2. Die Gruppe gelangt somit in eine Konsumposition, wo sie das "Vorgekaute", also das bereits erzählte, übernimmt und selbst kaut. Ein Denkprozess, der durch die Autorität der Person an sich, kaum Kritik enthält bzw. eine gewisse blinde Zustimmung.
3. Der wesentliche prakmatische Punkt ist in der Umsetzung zu finden. Blinder Aktionismus, also das vor allem durch mangelnder Eigenreflexion uns bekannte Schlagwort, hängt wie eine Wolke über dieser sozialen Gruppe. Durch die Verantwortung, die der / die FührerIn eigenständig übernimmt, gelangt er in eine Sonderrolle.

In eine solche Alphamännchen/Weibchen Position zu gelangen, ist weniger direkt von Gruppenmitgliedern abhängig sondern hat vor allem mit sozialen Normen der Gruppe zutun; Wer sie erfüllt und wer sie gut nach außen trägt, zum Beispiel.
Anders gesagt: Die Person, die diese Rolle übernimmt, festigt damit nicht nur seinen festen Platz und die Unentbehrlichkeit, sondern gleichzeitig auch die eigene Respektanz und wenn Mensch weiter in die Psychoanalyse geht, auch den Fortpflanzungsaspekt.
Kontrolle als Stichwort, Macht als Mittel, Verlust als Strafe.

Kontrolle, das Wort, das fast niemand gerne mag. Oder?
Es ist normal, dass Menschen Verantwortung abgeben. Dies kann mehrere Gründe haben, jeder hat da seine eigenen, aber im Endeffekt übergibt Mensch die Verantwortung an andere Personen, und somit auch die Kontrolle.
Kontrolle als Mittel zur Macht zu nutzen, liegt in der Natur der Sache. So entsteht eine Hierachie, die Informationsbedingt sein kann, ebenso aber auch Formell bis hin zu absoluten Autorität.
Eine Gruppe hat oftmals mehrere "Kontrollpfeiler" bzw. Menschen, die sich diese Kontrolle bzw. Verantwortung annehmen.
Auch dies ist psychoanalytisch zu erklären, würde aber den Rahmen dieses Textes sprengen.

Ein weiteres Problem des Individuums ist eben genau diese Definition; Wir sind unterschiedlich. Das ist auch sehr gut so, bedeutet aber auch, dass ein Angleich von Informationen oder "Know-How" nicht gegeben ist.
Diese Differenzen schaffen fast automatisch eine Basis der "Verfügbarkeit", der "Effizienz" und des "Nutzens".
Würde Mensch eine kapitalistische Firma betreiben; Ein optimales System, erfolgsversprechend, souverän, gesetzesüberschaubar.
Für den Menschen an sich und das Miteinander stellt dies aber ein Problem dar: Differenzen der Arbeitsnatur lassen das Gefühl einer "Unbrauchbarkeit" aufkommen, diese wieder können Stimmungen in Richtung der Antipathie wiegen.

Analysiert Mensch das Verhalten in einer Gruppe, so könnte es fast sein, es sei die Natur des Menschen.
Ich sehe das anders.
Vielleicht ist es möglich, diese Punkte anzugreifen und zu versuchen, die Verantwortung zu verteilen. Die Stärken eines Jeden zu fördern. Oder einfach nur mit Einfühlungsvermögen.

Der Sexismus und die Diffamierung hat ebenso mehrere Gründe: Zum Einen ist es leider so, dass eine Minderheit in der Regel diese aus bestimmten Gründen darstellt. In Form von Sexismus jedoch stellt dies eine Sonderrolle dar: Das Patriarchat an sich ist in der sozialen Norm der bürgerlichen Gesellschaft so verwachsen, so normal, dass auch wir es andauernd zu spüren bekommen / es teilweise übernehmen. Es geht darum, den Entschluss zu fassen, diese Dinge nicht zu akzeptieren. Sie sind Symptome einer faschistischen Gesellschaft.
Die denuzierung von einer Gruppe Menschen, die sich von der anderen im Geiste nicht unterscheidet. Die Unterdrückung einer vermeidlich, "Evolutionären" (siehe Sozialdarwinismus), "Sozial Akzeptieren schwächeren" GeschlechterROLLE.
Es geht darum, dieses in der Gruppe NICHT zu akzeptieren.
Dem entgegenzutreten ist ein persönlicher Entschluss der Freiheit.

Als vorerst letzten Punkt beschreibe ich nun die Opfer / Feindes- Rolle. "Ein gemeinsamer Feind stärkt mehr als ein gemeinsamer Freund", und darin steckt - dank der faschistischen Grundtendenz der Gesellschaft, viel Wahrheit.
Es muss aber auch anders gehen: Eine Gruppe sollte auf Vertrauen und Freundschaft aufbauen, auf zusammen sein und menschlicher Interaktion. Der/die gemeinsame "FeindIn", also an sich, sollte rein Rational betrachtet werden. Er/Sie sollte das Problem an sich niemals personifizieren. Die denuzierung von Feinden ist immer noch nichts anderes als eine Intoleranz. Das muss es aber nicht, wenn Mensch reflektiert mit diesem Thema umgeht.
Die Opferrolle (im Zusammenhang mit der Faschismustheorie), die eine Gruppe z.B. zusammenhält, ist mindestens ebenso gefährlich: Sie ist die Verschwörung, die "Ungerechtigkeit" und arbeitet mit Stolz. (Siehe Dolchstoß-Legende)
Verletzt jemand den "Stolz" eines anderen Menschen, so ist die Reaktion verblüffend: Dieses Luftschloss an sich scheint ein sehr wunder Punkt zu sein.
Durch Propaganda ist es möglich, eine Gruppe von Menschen in eben diese Rolle zu drängen bzw. ihnen vorzumachen, sich dort zu befinden. Dies sollte unbedingt vermieden werden, und auch das ist möglich.

Wichtige Grundkomponenten, die helfen, den eigenen Faschismus zu bekämpfen, sind sicher Reflexion und Denken an sich.
Faschismus ist immer Reaktionär - und dies lässt sich bekanntlich nicht mit Zielen von Freiheit und Lebensqualität für alle verbinden.

Es ist möglich, verschiedene Konzepte für Gruppenkonstellationen zu ergründen, zusammen zu besprechen und unser Mund sollte uns dabei eine Hilfe sein.
...

28.11.08 19:26
 


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